hasematzel.de

Wie geht man um mit dem PR-GAU per Blogeintrag?

Dass sich Blogeinträge durchaus schlecht auf das Image einer Firma oder eines Produktes auswirken können, hat sich ja mittlerweile, verzeiht mir den Kalauer, herumgesprochen. Durch einen Artikel in der FAZ kam ich mit einem Kollegen ins Gespräch, nach welchen Gesetzen denn diese GAUs ablaufen und wie man ihnen korrekt entgegentreten kann. Dabei gibt es nämlich ein paar Grundlagen, auf denen diese Katastrophen entstehen und die bei Berücksichtigung zur Schadensminimierung beitragen, sogar zur Umkehr ins Positive helfen können.

Fangen wir einmal an.

Kein Produkt, keine Firma ist perfekt. Firmen haben das verinnerlicht und nehmen Kritik an Produkten und Services als wichtige Rückmeldung der Kunden auf und gehen in den Dialog. Das Besondere an Blogeinträgen ist, dass die Kritik nicht heimlich am Telefon der Service-Hotline geäussert wird, sondern im Internet und dank Blogosphäre und Technologie in sekundenschnelle in unzähligen Feedreadern steckt. Zumeist ist die Kritik am Produkt oder Service oder das Auffinden einer Schwachstelle in der ansonsten perfekten Marken- und Produktinszenierung der Anfang vom Übel.

Doch damit hat man noch keinen GAU.

Ist die Kritik angebracht, vielleicht ein bisschen sensationell und noch witzig formuliert, gibt es sofort unzählige “Auch-Du-Kannst-Ein-Reporter-Sein” (siehe Grösste deutsche Tageszeitung), die den Beitrag brav verlinken. Hamburg, 20 Grad, das Ranking steigt.

Wir sind immer noch nicht beim GAU.

Die Kettenreaktion findet erst statt, wenn die Firma reagiert – zumeist falsch. Erst dieses Verhalten führt zum sogenannten PR-GAU, der sich natürlich entsprechend seiner Eigenschaft als Sensation auf der ganzen Welt, oder zumindest im Sprachgebiet, verbreitet. Nur mal einen Blick in Robert Basics Liste werfen. Wer dabei war, weiss mehr (einfach mal in die Blogosphäre fragen, liebe Firmen). Fortan wird die Firma/das Produkt durch den Dreck gezogen, wo es nur geht. Jeder hat noch einen Bekannten dessen Neffen sein Bruder von seiner Freundin ihre Eltern auch sowas ähnliches passiert ist und man kann gar nicht so viele Fliegenklatschen in die Hand nehmen, wie man dicken Brummern den Garaus machen will.

Jetzt haben wir den GAU. Prima. Dabei wäre es so einfach, das zu verhindern. Aber fangen wir erstmal damit an, wie man es nicht tun sollte.

Das Buschfeuer

Wenn man an einem heissen Sommertag im trockenen australischen Busch versucht, das kleine Feuer mit Spiritus zu löschen, hat man in etwa den Effekt einer Abmahnung in der Blogosphäre. Nicht, dass man damit nicht die Kritik tilgen kann – das soll wohl schon funktioniert haben. Aber die Reaktion der Gemeinschaft ist grässlich und tut dem Firmenimage gar nicht gut und bringt das Firmenlogo auf nicht gerade positive Weise bis in die Tagesschau. Von dieser Art Tornado werden Schutzwälle aus Anwaltsriegen geradezu hinweggefegt, nebenbei verspeist diese Welle noch zwei Pressesprecher zum Nachtisch.

Die Diskussion

“Ha! Wir diskutieren einfach mit”, denkt sich die Firma und argumentiert nach Leibeskräften und lernt langsam aber sicher die ziemlich unberechenbaren Schwerkraftgesetze des Internetz kennen. Man verargumentiert sich um Kopf und Kragen, schlägt sich mit Trollen und muss dazu noch völlige Inkompetenz bezüglich der geheimen, unter gutem Verschluss in Bielefeld aufbewahrten Blogosphäre-Richtlinien eingestehen.

Die Evangelisten

“Zweimal Ha! Wir sind viel schlauer! Nicht wir diskutieren mit, nein, wir beauftragen einfach jemanden, für uns mitzudiskutieren und Kritik so feinfühlig zu relativieren.” Noch besser. Damit unterschätzt man leider die Blogosphäre dermaßen, dass der daraus meist erfolgende Imageverlust nahezu gerechtfertigt ist. Liebe Firmen, die Blogs werden nicht, wie oftmals fälschlich angenommen, von pickeligen, bebrillten Teenie-Nerds geschrieben, die kein Leben haben, den ganzen Tag vor dem Bildschirm hängen und die Hälfte dieser Zeit Killerspiele spielen und zur anderen Hälfte ihre Neurosen in Worten für alle Welt veröffentlichen.

Nein.

Da sind Atomphysiker, Philosophen, Marketing-Experten, Doktoren, Manager, Geschäftsführer, Schriftsteller, Computerspezialisten, Journalisten und vor allen, allen Dingen Menschen und Kunden eurer Produkte und Services, die freizügig ihre Meinung kundtun und damit kostenfrei Verbesserungspotenzial aufzeigen. Naja, jedenfalls sind diese Leute alle auch ziemlich schlau und riechen schnell, wenn der Braten stinkt. Wie lange hat es gedauert, bis die Positiv-Kommentare in Johnny Häuslers Jamba-Artikel über IP-Adressen entlarvt wurden?

Wie macht man es nun richtig?

Wie oben erwähnt ist die Kritik in Blogs im Prinzip nichts anderes als eine Reklamation per Telefon – nur öffentlicher. Jemand hat ein Problem, ein negatives Erlebnis mit einem Produkt oder einer Firma und äussert seine Meinung. Grundsätzlich sollte hier eine ähnliche Sorgfalt bei der Behandlung von Feedback des Kunden an den Tag gelegt werden, wie auch bei einem reinen, nicht öffentlichen Dialog per E-Mail, Telefon oder im Geschäft. Die beste Methode ist: Einfach den Herrn oder die Frau mal ansprechen. Nicht falsch verstehen! Hier soll kein Interesse geheuchelt, keine Kulanzabgabe von weiteren Produkten angestrebt und keine Zahlung von Regressansprüchen erzielt werden. Einfach in den Dialog gehen und die Kritik als das aufnehmen, was sie ist: Verbesserungsmöglichkeit für einen Service oder ein Produkt, welche kostenfrei (ohne die Bindung grösserer Mitarbeiterkapazitäten oder die Freigabe horrender Beraterbudgets) ins Haus trudelt.

Vielleicht einfach mal zum Gespräch laden, den Herrn (oder die Frau – tschulligung bitte). Verantwortliche zusammenbringen. Konzept ausarbeiten, um derart in Zukunft zu verhindern. Keine Kommentare auf den Beitrag, keine Abmahnung, nicht unbedingt schlauer sein wollen, als alle anderen. Fehler eingestehen, lokalisieren, beheben.

Klingt wie Die Fibel der Kundenorientierung, XII. Gebundene Ausgabe. Ist es auch. Nur mit ein bisschen Webzwonull.

Wie finde ich denn heraus, wer so über mich spricht

Man kann für viel, viel Geld mittlerweile Blog- und Forenmonitoring einkaufen. Muss man aber nicht, ist nämlich teuer. Witzigerweise sind die doofen Blogger und Computerspezies so bescheuert, und liefern derartige Werkzeuge schon fast mit. Technorati ist ein guter Start. Mit Rollyo.com kann man gar nicht genug spielen. Beim Durchsurfen der einschlägigen Technologie- und Webzwonull-Blogs findet man die aberwitzigsten Werkzeuge, um nur mit der Blogosphäre auf Stand zu bleiben. Ganz ohne teuer. Fragen sie doch einfach mal einen A-Blogger ihrer Wahl. Die helfen immer gerne, habe ich mir sagen lassen. Ach ja, Google soll auch ganz gut sein und vom Autor selbst stammt schoenerbrausen.de. Das wird auch verlinkt.

Update 6. Dezember, 11:18 Uhr

Natürlich haben sich schon Profis auf seriösere Weise mit dem Thema auseinandergesetzt (im Gegensatz zu mir ;). Durch die Kommentare (vielen Dank dafür) und meine weitere Lektüre zum Thema packe ich mal eine kleine Linkliste zusammen:

21 Kommentare


  1. Siegfried
    05.12.2006

    Das ist ja schon beinahe Biblisch! Also eigentlich über 2000 Jahre alt, diese Erkenntnis. Wer seine Schuld nicht eingestehen kann, ist reif für die Hölle. Nur, wer seine Schuld eingestehen kann, dem kann vergeben werden. Komisch, daß solche seit Urzeiten bekannten Wahrheiten, die man sogar überall schriftlich bekommen kann, offenbar bei viel zu vielen Menschen noch nicht angekommen ist.


  2. Oliver
    05.12.2006

    Hehe, das mit dem “biblisch” gefällt mir gut. Sieht so aus, als müssten Leute das Thema Kundenorientierung am Internetz neu erlernen.


  3. Dave
    05.12.2006

    …mal vom Thema selbst abgesehen, ist der Artikel jedenfalls wieder einmal wunderbar geschrieben. Liest sich in einem Weg. Sehr schön!

    Dave

    PS: Mich würde wirklich mal interessieren wie viele Marketing Abteilungen in Unternehmen sich -wirklich- ernsthafte Gedanken um die Blogosphäre und deren Meinungen machen. Grade im weiten Bereich des Mittelstandes. Meine persönliche Erfahrung ist eher dass sich kaum einer darum schert, bzw. viele in höheren Positionen der Firmenhierarchie noch nicht einmal wissen dass es sowas überhaupt gibt… Je nach Branche natürlich…


  4. Oliver
    05.12.2006

    Grundlegend ist das richtig, Dave. Ich bin nur fest der Überzeugung, dass sich das gerade rapide ändert. Leider fällen einige Firmen derartig schnell Entscheidungen und vergessen dabei alles, was sie in der Vergangenheit über Kundenbeziehungen (welcher Art auch immer) gelernt haben.

    Die “Öffentlichkeit” solcher Meinungen sind zu gewichtig, um sie zukünftig zu vernachlässigen, darum rate ich dazu, schnell bezüglich Blogosphäre, Technologie und “Community-Gesetzen” nochmal die Schulbank zu drücken – bei Leuten, die sich damit auskennen.

    Das Problem ist auch einfach, dass man (sehr) selten bisher mit öffentlich verfügbaren Meinungen konfrontiert war. Höchstens ein reisserischer Privatfernseh-Beitrag oder die Rubrik “Vorsicht Kunde” in der c’t, respektive ein Eintrag bei heise.de war in der Lage, einen solchen Pranger zu bauen.

    Leserbriefe in Zeitungen? Who cares. Jetzt werden die Karten aber neu gemischt und klassische Vertriebs- und Servicestrukturen tun gut daran, sich damit offen und ehrlich auseinanderzusetzen.


  5. Oliver
    05.12.2006

    Noch ein Nachtrag: Im Grunde sind es sogar nicht die “Marketing”-Abteilungen, die sich damit auseinandersetzen müssen. Eine ganze Firmenstruktur ist gefragt. Da muss die Entwicklungsabteilung, die Hotline, der Service und der Verkauf Hand in Hand arbeiten, um das offene Online-Feedback aufzunehmen und zu verwalten. Eigentlich ist derartige Meinungsäusserung sogar in der Lage, damit klassisch-verkrustete Strukturen von Abteilung aufzubrechen, die bisher brav parallel, aber nicht “zusammen” gearbeitet haben.


  6. Gerrit van Aaken
    05.12.2006

    Grundsätzlich schön gesagt. Allerdings würde ich nicht unbedingt davon abraten, einen Kommentar im Beitrag zu hinterlassen. Wenn man diesen ausgewogen, ehrlich und authentisch rüberbringt und dann zusätzlich nochmal per Mail oder Telefon genaueres bespricht, kann das recht gut funktionieren. Denn durch das Hinterlassen eines aufrichtigen Kommentars im Blog begibt man sich auf Augenhöhe und nimmt das Medium samt seines Autors Ernst. Und das ist schon mal eine gute Voraussetzung – sich gegenseitig Ernst nehmen.


  7. Oliver
    05.12.2006

    Zum Thema “Kommentar hinterlassen” möchte ich jedoch einfügen, dass ich (zumindest im Moment) den meisten Firmen noch die Kompetenz und das Feingefühl abspreche, um mit den (zuweilen seltsam anmutenden) Gesetzen der Blogosphäre umzugehen. In Einzelfällen geht es gar nicht “ohne” Kommentar, darum ist ein Posting a la “Ein sehr wichtiger Hinweis, für den wir uns bedanken möchten. Wir würden uns diesbezüglich gerne mit Ihnen unterhalten, um Ihr Feedback aufzunehmen. Da wir sie nicht erreichen können, kontaktieren Sie uns doch unter…” durchaus denkenswert.

    Da bisher bei Firmen im Internet aber eher die Elefanten/Porzellan-Strategie gefahren wird, rate ich (bis auf weiteres oder zumindest einem “Wie soll ich mich verhalten”-Gespräch mit einem Experten) von direkten Kommentaren ab.


  8. Oliver
    05.12.2006

    Wo wir gerade beim Thema sind: Vielleicht sehr interessant zu verfolgen. Ein möglicher GAU in der Entstehung bei Andy Budd: http://www.andybudd.com/archives/2006/12/adobe/index.php

  9. [...] einer Blog-”Meute” gerät: Wie geht man um mit dem PR-GAU per Blogeintrag? Trackback-URL Gelesen: 1 heute:1 [...]


  10. Stefanie Berg
    05.12.2006

    Wir haben uns in unserem Blog pr-kloster.de/2006/08/08/was-t… auch schon mal mit dem Thema beschäftigt. Und den etwas provokante Ratschlag gegeben: “Einfach hinsetzen, Tee trinken und abwarten, bis sich der Sturm verzogen hat. Diese Form der Reaktion kann zwar, wenn man Pech hat, nach hinten losgehen – aber bei dem Tempo, mit dem immer wieder neue Säue durch Klein-Bloggersdorf getrieben werden, ist sie manchmal die effektivste Form.” Dazu gab es allerdings ziemlichen Widerspruch.

    @ Oliver: Ich glaube nicht, dass da für Adobe ein PR-Gau im entstehen ist. Als ehemalige PR-Agentur von Macromedia haben wir es immer wieder erlebt, dass das Thema “Produktaktivierung” hochkocht. Aber genauso schnell haben sich die Gemüter auch wieder beruhigt. Wobei es im Einzelfall natürlich für die Betroffenen ärgerlich ist und das Unternehmen Wege finden muss, um die Probleme aus der Welt zu schaffen.


  11. Oliver
    05.12.2006

    Hallo Stefanie,

    nein, dafür ist Adobe auch zu nah an der Materie und wird alleine aus der Beschäftigung mit dem Thema in der eigenen Firma wissen, was zu tun (oder zu lassen) ist.

    Meine Aussage war auch missverständlich. Ich wollte nicht sensationslüstern auf einen neue, entstehende Attraktion hinweisen, vielmehr hätte Andy Budds Beitrag das Potenzial, ein GAU zu werden. Derlei Blogeinträge gibt es ja nun wirklich zuhauf – und wie ich bereits im Artikel sagte, ist ein solcher Beitrag kein GAU.

    Was das “Abwarten” angeht: Abwarten ist sicherlich Schadensminimierung pur. GAUs entstehen meist erst durch das Einmischen der Firma. Ich behaupte aber, dass dieser Art Feedback äusserst wertvoll für eine Qualitäts-, Service- oder Entwicklungsabteilung sein kann – wenn der Dialogführende die Situation und die Rahmenbedingungen in Blogs oder Foren versteht und sich angepasst verhält.

    Zugegeben, mein Artikel ist etwas pathetisch. Es gibt (natürlich) keinen Maßnahmenkatalog, der für alle Situationen angemessen ist, aber es gibt Erkenntnisse der Kundenorientierung und Erfahrungen mit Kundenbeziehungen, die nun – wie Siegfried schon äusserte – wirklich nicht mehr neu sind, aber immer noch Gültigkeit besitzen.

    Warum dieses Wissen (wenn es denn jemals vorhanden war) gerade beim Thema “öffentliche Meinungsäusserung” wie aus den Hirnen getilgt scheint, bleibt mir dennoch ein kleines Rätsel ;)


  12. lilli
    06.12.2006

    Denke mal, daß die Unternehmen und ihre Marketingfuzzies sich noch keine Gedanken um die Blogosphäre machen. Wenn wir mal ehrlich sind, spielen die Blogs in der heutigen Medienlandschaft und Bevölkerung noch nicht die ganz große Rolle. Die Unternehmen und ihre „Marketing- Experten“ werden erst dann reagieren, wenn sich die alle Zeitungen oder alle Fernsehsender die Bevölkerung mit ihren hunderten Berichten, tausenden Pressemitteilungen etc. über den entsprechenden „Gau’s“ zu spammen (anders kann man das ja nicht nennen). Einige „Marktingprofis“ werden dann empfehlen: Laßt uns lieber mit einem schlechten Image leben als mit gar keinen, also schweigen. Leider wird man dann so schnell nicht herausbekommen, ob das ein gewollter Skandal ist oder nicht. Geht es doch den meisten Firmen heutzutage nur darum im Gespräch zu bleiben und das mit allen Mitteln. Werbung ist alles. Und von er Seite muß man sich fragen, ob es gut ist bei diesem Spiel mitzumachen.

  13. [...] Dass Firmen mit ihren Abmahnungen in der Regel ein Eigentor in Form eines PR-Gaus schießen, scheint jenen Unternehmen aber zunächst einmal egal zu sein. Was offenbar auch für die “Promis” und Politiker gilt, die öffentliche Meinung durch Rechtsmittel beeinflussen wollen. [...]

  14. [...] Den [via Robert] gefundenen Artikel “Wie geht man um mit dem PR-GAU per Blogeintrag?” von Oliver. [...]


  15. marcc
    06.12.2006

    Und schon hat sich aktuell einer beim Batzlog auf den Weg gemacht. Nicht mit Anwalt, aber mit – meiner Meinung nach – wahnwitzig kurzer Frist.

  16. [...] Wie geht man mit dem PR-Gau um? Gute Frage, Antworten unter dem Link. [...]

  17. [...] Und was dann passiert, kann man sich leicht ausmalen: “Jeder hat noch einen Bekannten dessen Neffen sein Bruder von seiner Freundin ihre Eltern auch sowas ähnliches passiert ist und man kann gar nicht so viele Fliegenklatschen in die Hand nehmen, wie man dicken Brummern den Garaus machen will“, weiss Blogger Oliver Schwarz. Das muss hier nicht passieren – und das wird es wahrscheinlich auch nicht. Aber wie kann man solch einen Online-PR-Gau vermeiden? [...]

  18. [...] » Wie geht man um mit dem PR-GAU per Blogeintrag? » Top-Liste der Blog-Skandale [...]

  19. Heute über Mister Wong auf diesen erfrischenden Eintrag gestossen.
    Exakt das, was hier unter “Wie macht man es nun richtig?” steht, habe ich 2 Kunden empfehlen “müssen” als diese im Oktober/November vorigen Jahres eben von einem ähnlichen Problem betroffen waren.

    Doch es ist schon komisch – auf mich kam man erst zu, nachdem man “Das Buschfeuer” gelegt hatte, um dann festzustellen, dass genau dieses so schwer kontrollierbar ist, von Löschversuchen wollen wir mal garnicht erst reden.

    Ich fand es zwar schön, dass man überhaupt auf mich zukam, doch das lichterloh brennende Buschfeuer konnte auch ich nicht löschen, sondern eben nur den wichtigen Hinweis aussprechen, es “richtig zu machen” – doch auch dazu gehört der nötige Mut zuerst über den eigenen Schatten und dann auch noch über das Feuer zu springen.


  20. Oliver
    07.2.2007

    Ja, der Schatten- und Feuersprung ist die Schlüsselstelle in den Veränderungen des Kommunikationsprozesses jeder Firma. Das wichtigste Element (meiner letzten Erfahrungen nach), war der Wechsel im “Anliegenmanagement” von “Anliegen/Beschwerden erhalten” zu “Anliegen/Beschwerden abholen”, denn die Möglichkeiten, die das Internet mittlerweile für nicht zielgerichtete Kommunikation (Beschwerden, etc.) bietet, ist natürlich enorm. Im Grunde genommen erfährt eine Firma noch nicht einmal mehr etwas über ein Problem – wenn sie nicht explizit danach sucht.

    Im Zuge dieses Wechsels muss dann auch die Kommunikationsrichtlinie für den Umgang mit den (meist sehr emotionalen) Äusserungen festgelegt werden – sonst ist das Buschfeuer unterwegs ;)

    Ich habe allerdings – ehrlich gesagt – nur wenige Firmen gesehen, die das derzeit können, darum ist hier eine Menge Beratungskompetenz externer Berater gefragt.


  21. googie
    16.3.2009

    Blogs leben;) Wir sollten uns alle gegenseitig unterstützen;)

Mitreden