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Kuck-Kuck!

Die Samstage bei Familie Schwarz ähneln sich immer mehr (wenn der Papa nicht arbeiten muß). Früh klingelt der menschliche Wecker im Zimmer nebenan. Nach den üblichen Vorbereitungen geht’s ins Städtchen – in die Einkaufspassage (ca. 5,5 Geschäfte warten auf die Konsumentenmassen). Dort geht’s zum Italiener, der eigentlich ein Grieche ist, der aber trotzdem weiß, wie man einen Espresso zubereitet. Da steht auch das Auto für den Pip, den man mit einem Münzeinwurf von 0,5 € für ein paar Minuten von den Tassen, Löffeln und Gläsern auf den kleinen Café-Tischen ablenken kann.

Wo ist der Pip?

Wo ist der Pip?

Da ist der Pip!

Da ist der Pip!

Dieser Samstag ist ein bißchen was Besonderes, denn morgen wird ja gewählt. Da gilt es, sich bei der letzten Gelegenheit nochmal über die Wahlprogramme zu informieren. Die nachweisbare Theorie ist folgende: Zum Start des Wahlkampfs entstehen die Wahlprogramme. Ich weiß nicht, wo diese Programme herkommen, mit Bürgern scheinen die politischen Strategen jedoch nicht ausgiebig darüber gesprochen zu haben.

Im Zuge des Wahlkampfs und der Konfrontation mit Bürgermeinungen müssen die Parteien einsehen, daß sie vielleicht nicht ganz genau den Geschmack der Zielgruppen getroffen haben – und ändern ihr Programm entsprechend ab.

So ist der Samstag vor der Wahl (zumindest hier in Wermelskirchen) der beste Tag, um seine Meinung zu verifizieren, bzw. ggf. überhaupt erst zu bilden.

Außerdem gibt’s Würstchen!

Am Rande: Wermelskirchen ist das Städtchen mit der größten Parteienvielfalt in NRW (Quelle: WDR5).

1 Kommentar


  1. Onno
    25.9.2004

    Boah ey, 0,5 €?! Finde ich sauteuer! Heute zufällig neben einem ebensolchen gestanden und mit einem Auge/Ohr wahrgenommen:

    Steppke hüpft ins Auto und peilt zur Armatur, blickt zurück und kräht: “Papa, 20 Euro!” Papa äugt skeptisch ins Cokpit und korrigiert augenverdrehend: “Nein, 20 Cent, nicht Euro!”

    … und da hatte ich noch so vor mich hingedacht, daß 10 Cent, als ca. 20 Pfennige es ja auch täten.

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