hasematzel.de

Unglaubliche Rip-Offs

Ich habe meinen Augen nicht getraut. Schon länger existieren “Klone” bekannter Webseiten, bei denen sich ein armes Würstchen (sorry für den Ausdruck, ich bin sauer) den Code bekannterer Seiten klaut, Ihn ein bißchen abändert (wenn überhaupt) und die Seite, bzw. das Design für sich übernimmt. Ich will nicht auf eine Diskussion a la “was ist kreatives Eigentum” hinaus, ich will nur sagen, wie scheiße ich das finde!

Ein Beispiel? Bitte:

Kennt jeder: webstandardsaward.com:
Original

Kennt keiner: gewinnspielquiz.de:
Klon

Das ist doch ein Witz , oder?

5 Kommentare


  1. ralph
    02.7.2004

    Ganz ehrlich, so tragisch finde ich das Beispiel nicht. Man sieht, man hat sich inspirieren lassen, das ist doch ok. Nur wenn auch noch der Code 1 zu 1 wäre und keine eigenen Ideen auszumachen wären, würde ich von einer dreisten Kopie sprechen. Ich habe als Weblayouter immer unterschieden zwischen Kopie und Abklatsch oder Kopie und gekonnte Transformation eines Layouts. In gewisser Weise sind Layouts auch Open Source: Niemand wuerde auf die Idee kommen, typische Blog-Layouts als sein geistiges Eigentum einzuklagen (wer weiss ;-). Oder ich stelle mir vor, die Antville-Anmutung wuerde bald lizensiert. ;)


  2. ralph
    02.7.2004

    Habe dazu 2 weitere Statements gefunden. Der erste Link zeigt einen Screenshot des geklauten Layouts, der noch etwas näher ans Original reicht, als Dein Screenshot. Die besagte Website ist btw vom Netz:
    http://www.andybudd.com/archives/2004/07/pirates_ahoy/index.php
    http://www.das-netzbuch.de/article/1761/bajuwarisches-plagiat


  3. Oliver Schwarz
    02.7.2004

    Andy Budd’s Eintrag war auch der Eintrag, der mich zu diesem Posting verleitet hatte – ich habe vergessen Ihn als Referenz anzugeben. Wenn man mehr über die Geschichte nachdenkt, braucht man sich auch über das “kreative Eigentum” auch keine Illusionen zu machen (in Bezug auf Dein erstes Kommentar). Ich finde es beizeiten schade, bin auch zunächst empört, letztendlich kann man es aber nur unter “die Aufregung nicht wert” zu den Akten legen. Umso schlimmer fände ich es (und da sind wir wahrscheinlich einer Meinung), wenn die Lizenz-Geschichte mit Hilfe von Softwarepatenten eine ganz andere Dimension bekommen würde.


  4. Oliver Schwarz
    02.7.2004

    Nebenbei, da sind wohl noch ein paar Bugs in meinem neuen Design ;) Ich sehe jedenfalls, daß man mit langen Links (was in Blogs nicht gerade unüblich ist) mein Layout ganz schön auseinandernehmen kann – da muß ich mir noch was einfallen lassen.


  5. ralph
    04.7.2004

    Jau, die langen Links haben mich in silog manchmal auch auf die Probe gestellt ;-) Ich hätte auch ein href geschrieben, aber wenn es keinen Hinweis gibt, lasse ich das lieber.

    Was die Sache mit den Softwarepatenten angeht, so kann ich mir bei Legalisierung in Europa ziemlich viel vorstellen. Freies Webworking wird es dann in der heutigen Form nicht mehr geben, wer will oder kann noch einen Online-Shop anbieten. Wer weiss wie dann um Lizenzen gewütet wird. Ich wundere mich immer wieder, dass nicht mehr im Netz passiert dagegen. Bis zum Herbst ist nun noch Zeit, dann entscheidet das EU-Parlament. Bis dahin muss noch viel Überzeugungsarbeit geleistet werden, z.B. hier:
    http://segert.net/item00194.php

Mitreden