Fazit: Ein Herz für Blogs

Kais Aktion “Ein Herz für Blogs” ist gerade 24 Stunden alt und man sieht die enormen Kreise, die sie zieht. Anhand der Trackback-Liste zum Beitrag und auch an anderen Stellen (z. B. hier beim Ecki) kann man absehen, wie stark die Blogosphäre auch in Deutschland ist. Auch mein ohnehin schon viel zu voller Feedreader hat noch das eine oder andere Futter bekommen und ich freue mich jetzt schon auf die nächsten Wochen und interessante, neue Artikel.Zwischenzeitlich konnte ich mich tatsächlich durch die vielen Links und Blogs treiben lassen und mir sind so einige Ideen gekommen, die ich hier an hasematzel.de noch umsetzen möchte. Ich habe versucht, mich selbst zu beobachten: Wie reagiere ich auf die verschiedenen Elemente? Was bringt mich dazu, länger in einem Blog zu verweilen? Wenn ich verweile, welche Navigationsart nutze ich, um weitere Beiträge zu erreichen? Wann breche ich einen Besuch ab? Warum?

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Wenn ich beginne, einen Text zu lesen, lese ich ihn auch zu Ende. Am Fuss des Artikels findet sich oft eine unsortierte Liste mit verwandten Artikeln. Geschärft durch die zahllosen “10 beautiful Photoshop tutorials you shouldn’t miss”-Beiträge, bleibt mein Blick oft daran kleben und ich lasse mich leicht verleiten, darauf zu klicken. Gerade vor kurzem hatte das Smashing Magazine einen Beitrag, in der ein kleiner WordPress-Hack ganz ohne Plugin zu finden war, um eine solche Funktion zu bauen (Absatz Nr. 5).

Pagination

7 bis 10 Posts pro Seite sind für mich angenehm. Wichtig ist, dass die Überschrift gut überschaubar trennt, so dass man auch beim etwas schnelleren Scrollen den Wechsel mitbekommt. Unverzichtbar ist dann das Pager-Plugin am Fuss. Meist klicke ich darauf, um noch einen Blick auf Seite 2 (oder sogar 3, 4 oder 5) zu erhaschen. Das WP-PageNavi-Plugin richtet so eine Funktion ein.

Tagclouds

Mein Artikel “Ein Volkssport namens Tagging” ist sicherlich der meistverlinkteste dieses Blogs (ich bin sehr oberflächlich im analysieren meines privaten Blogs). Ich habe mich mittlerweile sehr mit Tagging, Tagclouds und sogenannter Informationsfindung per Asoziation beschäftigt und noch Stoff für mindestens 2 oder 3 weitere Artikel. Ich komme nur nicht dazu ;) Tagclouds sind sehr aussagekräftig über ein Blog und seinen Autor. Dazu muss ich ein bisschen ausholen:Wenn ich als Jugendlicher zu Besuch bei Unbekannten oder Halb-Unbekannten war, gab es immer eine Sache, die ich in der fremden Wohnung zuerst tat: Ab zum Plattenregal (heute auch: ZehDe!) und Sammlung anschauen. Anhand der Alben habe ich mir schnell mein Bildchen vom Gastgeber/den Gastgebern gezeichnet. Dabei kam es natürlich darauf an, welche Musik im Schrank stand, aber auch, wie die Sammlung strukturiert und sortiert war. Ich wusste nicht warum, aber nach dem Blick ins Regal hatte ich ein grundsätzliches Gefühl von Sympathie oder ein ziemliches Desinteresse. Das fundierte natürlich auf dem unbewussten Vergleich mit meiner Person, um Gleichheiten oder Gegensätze zu finden. So war mir doch nach einer Klassenfete mein Mathelehrer, der uns zu sich eingeladen hatte, auf einmal sympathisch – nur weil er den selben Scheiss hörte wie ich und weil er gleichsam akribisch mit seinen Scheiben umging, eine (für mich) sinnhafte Sortierung besass und offensichtlich Wert auf den ganzen Kram legte.Bei Tagclouds wiederholt sich das Ganze bei mir: Erstmal sollte eine Tagcloud vorhanden sein (ich weiss, die fehlt derzeit auf hasematzel.de auch, bzw. ist sehr versteckt – wird schnellstens korrigiert). Bei unterschiedlichen Grössen der Schrift kann man schnell den Schwerpunkt des Blogs und damit auch die Schwerpunkte des Autors erkennen und mit den eigenen vergleichen. Die Tagcloud ist dann für mich persönlich neben related articles und Pagination die dritte Möglichkeit, tiefer in ein Blog einzusteigen.

Weitere Elemente

Bei allen weiteren Elementen bin ich konservativ: Die Suche benutze ich so gut wie nie – wenn ich ein neues Blog besuche, wüsste ich auch gar nicht, nach was ich suchen sollte. Auch die beliebtesten Beiträge lassen mich zunächst mal kalt und bei den meistkommentierten Beiträgen muss ich auch nicht unbedingt noch mitreden.Die netten, benutzerfreundlichen Direktlinks auf Twitter, Tumblr, Delicious, Digg und Co. werden von mir ebenfalls geflissentlich ignoriert. Dafür habe ich Bookmarklets oder andere Helferlein. Der allgemeine RSS-Feed (natürlich mit ganzen Beiträgen und ohne Kommentare) könnte dafür lieber öfter als seltener zu finden sein. Ich mag nicht erst in den Quelltext gehen müssen, um mir den Feedlink herauszufischen. Also: Oben auf der Seite, vielleicht nochmal in Prosa rechts in der Spalte und im Fuss auch noch mal. Auch gerne noch einmal am Fuss der einzelnen Artikel.

Fazit

So ein Surf&Explore-Tag hat wirklich seine guten Seiten, wenn man sich über sein Surfverhalten, aber auch über das eigene Blog noch einmal klarwerden möchte. Das Stöbern in allen möglichen Arten von Layouts, die sich nicht zu sehr voneinander unterscheiden, lässt mich noch einmal einen kritischen Blick auf mein eigenes Blogdings werfen. Hat mir viel gebracht. Danke an Kai für seine Aktion und all’ die Blogger, die fleissig mitgeschrieben haben.

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3 Antworten auf Fazit: Ein Herz für Blogs

  1. Pingback: Ein Herz für Blogs | Wawerko - Der Blog

  2. unset sagt:

    Vor allem die Sache mit den Tags beschäftigt mich auch seit ein paar Tagen. Zuvor schon habe ich mich gefragt, ob ich nicht meine Artikel auch taggen soll – habe es dann aber doch gelassen. Mitlerweile würde ich lieber taggen statt Kategorisieren. Evtl. änder ich das ja mal, wenn ich die Tage ein paar Stunden Zeit finde.

  3. Pingback: Der Tag danach- Ein Herz für Blogs - Rene Design | Mediendesign, Mediengestalter, Fotografie, Bad Waldsee, Bodensee, Oberschwaben, Ravensburg, Web Entwicklung, Webdesign

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