Auf Wiedersehen, XHTML – Willkommen zurück, HTML

Die Debatte begann nach dem deutlichen Abflachen der Browserwars (hört sich an wie Klonkriege, oder?). XHTML war der heisse Scheiss und alle wollten was davon. Strikt, mit viel XML-(Pseudo)syntax, vielleicht nicht der besten Browserunterstützung, aber neu. Und man konnte so tolle Seiten damit bauen. Mit HTML ging das zwar auch, aber XHTML war die Zukunft!Robert Nyman machte zwischenzeitlich mal einen kurzen Ausbruchsversuch, bekam dafür auch viele, viele, kleine Jehova-Steinchen an den Kopf. Doch mittlerweile ist der Hype ziemlich abgeklungen und man hört derweil schon eine Menge von HTML5. Jeremy Keith macht UXLondon in HTML5. Ein grossartiges Gebilde, das mehr ist als ein Showcase. Gerade heute ging FullFrontal ebenfalls mit HTML5-Doctype online.Auch ich habe meine letzten Projekte und Applikationen wieder in HTML 4.01 geschrieben. Gibt’s auch in strict. Man kann hier hin- und herargumentieren, aber: Dave Shea bringt es so ziemlich auf den Punkt: Leseempfehlung für “Switched“.Ich persönlich glaube, dass die einmalige Sogwirkung von vor 5-7 Jahren mit dem Thema Webstandards, XHTML und CSS nicht noch einmal zu wiederholen ist. Ich freue mich auf HTML5 und auf eine Weiterentwicklung, aber die unglaubliche Faszination die durch die Mischung von der ersten Verbreitung von Blogs, “echten” Online-Bekanntschaften, dem Zen Garden und den vielen, vielen anderen digitalen Wünderchen noch gesteigert wurde, ist nur schwerlich noch einmal zu entfachen. Ich denke, das durch die letzten Jahre, durch den Firefox, durch offene Systeme und einer Menge Blogger, die ihr Wissen bereitwillig weitergeben, aus dem Nischendasein von Webstandards ein Produkt für die Masse geworden ist – und das ist gut so. Ob nun mit HTML oder XHTML.Die Revolution von heute heisst dann wohl eher Twitter ;)

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