Neben einem wirklich ansprechendem Re-design (siehe dazu auch Garretts Artikel Designing for content) hat Garrett die Kommentarfunktion in seinem Blog versuchsweise abgeschaltet und stattdessen einen offenen Campfire-Chat aufgesetzt. In einem aktuellen Artikel fasst er die Erfahrungen und die festgestellten Vor- und Nachteile zusammen.Im Prinzip ist der offene Chat keine schlechte Idee – aber als Kommentarersatz? Eine Stärke der Kommentare in Blogs ist die Darstellung der Herkunft der Kommentarautoren, auf die zumindest ich gerne mal klicke, um mir mehr Informationen über den Mann hinter der Meinung zu holen. Das tue ich nicht nur in meinem Blog, sondern in allen Blogs, die ich so lese. So bin ich schon oft über eine lesenswerte Publikation gestolpert, die direkt den Weg in meinen Feedreader gefunden hat. Das – neben vielen anderen Dingen – fällt in einem Chat flach. Andererseits habe ich im Chat eine viel direktere Rückmeldung (falls der Blogbesitzer mal da ist – ein weiterer Schwachpunkt) und eventuell eine ansprechende Diskussion.Auf die bin ich aber vielleicht gar nicht scharf, weil ich nur schnell rein und raus will (ja, ja, wie die …), Artikel lesen, Kommentar schreiben und wieder weg. Zugegebenermaßen fällt es mir auch oft schwer, meine Kommentare zu verfolgen. Ich schreibe zwar nicht oft welche, aber bei den wenigen verliere ich ja schon nach 5 Tagen den Überblick, geschweige denn, dass ich eine Diskussion noch einmal nachhalte.Das erinnert mich an die späten 90er, als mir/uns Firmen den “Direkt-Service-Chat” anbieten wollten – am besten noch mit vorgeschaltetem Avatar, der aussiebt, bis dann tatsächlich ein armer Servicemitarbeiter Rede und Antwort im Browserfenster stehen muss. Meist waren diese Chats mit horrendem, technologischem Aufwand versehen und entsprechend bepreist. In kleinen Firmenstrukturen mag dies dagegen durchaus Sinn machen, ich befürworte den direkten Servicekontakt und eine direkte, menschliche Auseinandersetzung mit Kundenbedarfen.Wo war ich?Ah, ja. Ziemlich vom Thema abgekommen, aber egal. Also, “Chat statt Kommentare”, oder vielleicht ergänzend zu …? Schreib’ mir doch mal einer seine Meinung :)
-
Letzte Artikel
Letzte Kommentare
- salome bei Snow Leopard und Apache, PHP und MySQL
- Chris bei PHP Code Sniffer und Mess Detector in Netbeans 7.0 integrieren
- Chris bei PHP Code Sniffer und Mess Detector in Netbeans 7.0 integrieren
- Chris bei PHP Code Sniffer und Mess Detector in Netbeans 7.0 integrieren
- Oliver bei PHP Code Sniffer und Mess Detector in Netbeans 7.0 integrieren
Archive
- Mai 2011
- April 2011
- September 2010
- Juni 2010
- Mai 2010
- Februar 2010
- Dezember 2009
- September 2009
- Juni 2009
- Mai 2009
- April 2009
- Februar 2009
- Januar 2009
- August 2008
- Juli 2008
- April 2008
- März 2008
- Februar 2008
- Januar 2008
- Dezember 2007
- November 2007
- Oktober 2007
- Juli 2007
- Mai 2007
- April 2007
- März 2007
- Februar 2007
- Dezember 2006
- Oktober 2006
- September 2006
- August 2006
- Juli 2006
- Mai 2006
- April 2006
- März 2006
- Februar 2006
- Januar 2006
- November 2005
- Oktober 2005
- September 2005
- August 2005
- Juli 2005
- Juni 2005
- Mai 2005
- April 2005
- März 2005
- Februar 2005
- Januar 2005
- Dezember 2004
- November 2004
- Oktober 2004
- September 2004
- August 2004
- Juli 2004
- Juni 2004
- Mai 2004
- April 2004
- März 2004
Kategorien
Meta
Ich war ja in den 90ern totaler Crosspoint-Fan. Angefangen mit T-Netz, über Z-Connect, sub.net bis Usenet und immer zwischendurch mal FIDO.Dank Internet-Boom ist das ja leider alles kaputtgegangen, und es fehlt mir unheimlich.Ja, Kinder, damals, in den guten alten Zeiten, konnte man wunderbar diskutieren und networken, man hatte in einem Tool (Crosspoint oder slrn oder was auch immer) total übersichtlich alle Diskussionen, an denen man beteiligt war. Alles in einem Layout, mit Thread-Darstellung, Scoring, und so weiter. Es gab in jeder Gruppe Stammleser, die man kannte, mit denen man sich auch mal privat getroffen hat, halt das, was man heute hipp “Community” nennen würde.Die aktuelle Kommunikation im Internet ist total suboptimal, schreibst Du ja auch schon: Es gibt Blogger, die in die stille Nacht hinausrufen, und Leute, die Kommentare hinterlassen, die sie aber selber nur selten verfolgen.Die gesamte Kommunikation, die man so führt, ist auf hunderte (meist sehr schlecht programmierte) Webforen, Kommentardiskussionen und so weiter verteilt, nichts ist mehr wirklich archivier-, durchsuch- oder organisierbar.Ein echter Rückschritt, wenn ich mal wieder Zeit habe, gründe ich ein Startup, das was dagegen unternimmt. Und lasse mich nach einem Jahr von Google kaufen ;)
Hehe, cool, dass Du Dich mal hierher verirrst. Ich stimme Dir zu, zwischen Google Mail, Blogsearch, Feedreadern, klassischer E-Mail, Newsgroups (sprich: Google Groups), IM, Chats, Blogs (und allem anderen) weiss ich auch fast nicht mehr, wo mir der Kopf steht.Aber ich muss es auf den Punkt bringen: Langsam wird’s mir egal. Überdosis Kommunikation. Was ich schaffe und was mich erreichen kann, wird registriert, der Rest geht eben unter. Ist das jetzt gut oder schlecht?