Der Kaffeeautomat im Intranet

Jeder kennt den Kaffeeautomat im zweiten Stock. Kein Mitarbeiter mag die Plörre tatsächlich, aber dennoch wird der Weg durch das Treppenhaus gerne in Kauf genommen und das Warten am Automaten zum gemeinsamen Plausch genutzt. Bei sehr klassisch strukturierten Unternehmen mag dieser Marktplatz als notwendiges Übel in Kauf genommen werden, helle Köpfe haben das Kommunikationspotenzial längst erkannt. Keine anberaumte und sorgfältig geplante Besprechung vermag diese Art der ungezwungenen Produktivität zu erreichen – denn neben dem üblichen Tratsch über die erste Liga und den Film von gestern kommen auch firmen- und projektinterne Themen auf den Stehtisch. Firmeninternes Networking Zwopunktnull.So nimmt auch Siemens das Thema Blogs im Bereich Corporate Communication in die Hand. Oliver Gassner berichtet auf Fischmarkt.de als Kongressblogger von der Konferenz. Olivers Beitrag ist sehr informativ und zeigt für mich, dass Blogs mit kleinem Budget einen wichtigen Drive in Firmenkulturen bringen können. Dabei geht es nicht nur um das Firmenimage oder Produkte (wie bei den Opel-Blogs), sondern um das direkte Miteinander und den Informationsaustausch in der Firma. Siemens nähert sich den Blogs pragmatisch. Während andere Firmen den Verlust von Arbeitszeit und Kapazitäten befürchten, sieht man bei Siemens den Informationsaustausch als Gewinn.Der fischmarkt ist eine ergiebige Quellen für das sogenannte Corporate Blogging. Spannende Ansätze und Entwicklungen für Blogs. Ich weiss nicht warum gerade jetzt (denn im Prinzip war ich mir darüber immer schon sicher), aber ich habe den Eindruck, dass Blogs gerade aus der Subkultur zum Establishment wandern.

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