Das ist mir dann doch mehr wert, als nur ein delicious-Link: Cameron Moll und Jason Santa Maria restaurieren das Logo der National Gazette. Und beide schreiben darüber in zwei zwar kurzen, aber beeindruckenden Artikeln hier und hier.Eine Bemerkung nebenbei: In Nicos Beitrag zum Thema Euroweb und Transparency und den Kommentaren darunter wird nochmal der Eindruck erwähnt, dass Blogger in Deutschland oft Nörgler, Kritiker und Fingerzeiger sind. Nörgeln und Fingerzeigen hat ja auch manchmal durchaus seine Berechtigung, nur alle gleich so abzustempeln gefällt mir nicht. Oft habe aber auch ich den Eindruck, dass Bloggen in Deutschland immer gleich was mit Anprangern zu tun haben muss (ja, ja, es gibt auch Ausnahmen ;). An den beiden oben verlinkten Beiträgen sieht man mal wie es geht. Da spricht der eine vom anderen als talented oder nennt ihn Rockstar, ohne gleich *-kriecherisch zu wirken. Das Lob an den eigentlichen Wettbewerber ist nur Ausdruck des gegenseitigen Respekts. Im Sonnenlischt-Deutschland kommt mir das viel zu selten vor!
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Auch solches pauschales Abstempeln, wie du zu Recht anmerkst, ist ja im Grunde selbst nichts weiter als die angeprangerte Nörgelei. Von daher könnte man eigentlich lächelnd schweigen, aber:Interessant dabei ist die merkwürdige Wahrnehmungsverschiebung, die einige Leute offenbar befallen hat. Denn in beiden genannten Fällen haben zuerst persönlich belangte und betroffene Blogger reagiert auf reichlich grobes juristisches Keulenschwingen seitens Firmen/NGOs. Anschließend habe sich andere Blogger mehr oder weniger genau informiert und solidarisch eingeschaltet. Meinetwegen draufgehängt. Und genörgelt. Da die “Gegenseite” ganz offenkundig in keinem Fall an Kommunikation interessiert war, bleib auch nicht viel mehr übrig als Empörung zu äußern.Und jetzt wird wieder die trübe Journaillen-Debatte aufgewärmt, die inzwischen einen solchen Bart hat. Und dabei noch in die allgemeine fingerzeigende Nörgelei-Nörgelei eingestimmt. Langsam vermute ich da wirklich Methode dahinter, aus welchem Interesse heraus auch immer.Aber wir journaillenfreie Privatblogger haben zum Glück noch andere Felder, auf denen wir uns neben gelegentlichem Nörgeln tummeln können. Z.B. Webdesign und ähnlich positiv stimmende Themengebiete…
Der Vorteil der Blogger ist einfach, dass sie nicht wie die Journaille den strengen Gesetzen der journalistischen Politik und des Lobbyismus unterliegen, sondern frei nach Schnauze schreiben können – ob sie das dürfen, ist eine andere Frage ;)Ich habe ja gesagt, dass ich Nörgeln und auch gezielten Widerstand eigentlich für gut und richtig halte, auch die Solidarität bei Bloggern gefällt mir – manchmal kommt es mir aber vor, als sei Nörgeln die bloggerische Daseinsberechtigung.Finde ich manchmal schade.Wichtig für die Zukunft ist, dass eine Linie gezogen wird zwischen der Technologie “Blog” und der Meinungsäußerung von Privatpersonen “bloggen” – wenn man das so ausdrücken kann.