CSS Vista

CSS entwickeln und editieren in Mozilla und Internet Explorer gleichzeitig? Für Windows-Nutzer im Moment kein Problem mehr! Wie Nico berichtete ist die Version 0.1 (!!!) von CSS Vista, einem CSS-Editor auf Basis des .NET Framework 2, erschienen. Systemanforderung (neben dem Framework) ist auch Windows XP.Da ich gerade zufällig eine Menge browserübergreifendes Entwickeln von CSS zu tun hatte, bot sich die Software zum Test an ;)Also: 22MB .NET-Framework 2 installiert, danach CSS Vista. Nach der Installation präsentiert sich das Tool mit einer schlanken Oberfläche und keinen weiteren Einstellungsmöglichkeiten ausser “Edit CSS” und “Split View” – die Funktion, die sowohl IE als auf Firefox parallel aufrufen soll. Leider übernimmt CSS Vista nicht die Proxy-Einstellung der Elternbrowser und ist somit nur bei direkter Verbindung oder einem lokalen System nutzbar, aber nicht für mich. Auch das lokale System macht Probleme, wenn keine standardähnlichen virtuellen Hostnamen verwendet werden.Trotzdem will ich zumindest noch ein bisschen testen und lade eine lokale Entwicklungsumgebung – eine unfertige Web-Applikation. Nach Klick auf “Edit CSS” werden die CSS-Dateien einzeln (wie von der Webdeveloper-Extension im Firefox gewohnt) in eine Sidebar am linken Rand geladen. Das Editieren gestaltet sich recht einfach, z. B. kann man die TAB-Taste wie gewohnt verwenden, ohne in einem anderen Fensterbereich zu landen, das Schreiben wirkt träge, was aber eher am Framework liegen mag.Wir beobachten: Die CSS-Dateien werden natürlich nicht tatsächlich geöffnet. Stattdessen arbeitet man nur in dem Tool. Der “Split View” ist wohl das Sahnestückchen, IE und Firefox teilen sich ein horizontal geteiltes Fenster, die Ansicht ganzer Webseiten ist aber nur bei großen Monitoren und Auflösungen möglich (sehr großen). Das Programm verhält sich teilweise noch recht komisch, offensichtlich sind noch einige Bugs aktiv (z. B. ist nach dem Schliessen der “CSS Edit”-Sidebar das Öffnen derselben ohne Aktualisierung der Seite nicht möglich – dann wird allerdings auch das CSS neu geladen, die gemachten Änderungen sind unwiederbringlich verloren).So bleibt mein Fazit für die frühe Version eher negativ: Weder Proxys, noch Javascript, noch http-auth ist möglich, darum werden viele Entwicklungssysteme nicht erreicht. Das CSS wird in einem lokalen Programmbuffer geschrieben und verändert, wer auf sein Geschriebenes zugreifen will, muss die Zwischenablage belangen. Die Größe der Browserfenster im “Split View” eignet sich gerade mal zum Debugging eines Hacks oder ähnlichem. Mehr als zwei oder drei Elemente einer Webseite im Fokus sind nicht drin. Der Vorteil gegenüber 2, 3 oder mehr offenen Browsern ist nicht merklich. Warten wir mal auf weitere Releases.

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